Schädelakupunktur am 23./24.02.2019

Nicht alle Tierpatienten sind zugänglich für die Körperakupunktur nach der Traditionellen Chinesischen Medizin. Sehr stark wirksame Akupunkturpunkte liegen weit distal an den Extremitäten und lösen ein starkes Deqi-Gefühl beim Patienten aus. Stark verängstigte und vor allem traumatisierte Patienten, die aus Organisationen oder dem Tierheim stammen, reagieren zuweilen mit Abwehr und Verängstigung. Sie verspannen, sodass die Akupunkturbehandlung dann mehr einer Zwang-Verordnung statt einer Behandlung gleicht, bei der das Tier fixiert werden muss, damit die Nadeln gesetzt werden können. Unabhängig davon, dass dieser Zwang mir immer widersprach, ist ein deutlicher Erfolg bei stark verspannten Tieren auch sehr fraglich. Der Erfolg setzt erst dann ein, wenn sich das Tier an die Behandlung und den Therapeuten gewöhnt hat und etwas entspannter auf die Behandlung eingeht und sich somit weniger verkrampft. Zudem arbeitet der ganzheitlich denkende Therapeut ohne Zwang und sollte nicht versuchen, ein Tier weiter zu verunsichern oder zu ängstigen. Schwierig dürfte es auch bei sehr kleinen Tieren sein, sie mittels herkömmlicher Körperakupunktur zu behandeln. Die TCM-Körperakupunktur hat 365 reguläre Akupunkturpunkte plus zahlreicher Sonderpunkte, die sich über den ganzen Körper verteilen. Und nicht zuletzt ist diese Spezialform der Akupunktur für die Therapeuten interessant, die sich von einer westlichen Diagnose her dem Fall nähern, also keine TCM-Diagnose stellen wollen oder können.

Die äußerst erfolgreiche und effektive Neue Schädelakupunktur nach Dr. Yamamoto (YNSA Yamamoto New System Accupuncture) konnte bereits vielen Menschen helfen. Es können viele Themen aus der YNSA auf die Veterinärakupunktur mit guten Resultaten übertragen werden, einige schwieriger umsetzbare Punkte wurden nicht übernommen (beispielsweise die Halsdiagnostik), andere umsetzbare Methoden migriert. So ist eine eigenständige Mikrosystemakupunktur für Tiere entstanden, die die YNSA zur Grundlage nahm, jedoch nicht mehr 1:1 miteinander zu vergleichen ist. Es entstand ein eigenständiges Mikrosystem der Akupunktur, das Elemente aus der YNSA und der TCM enthält und effektiv angewendet werden kann. Die Erprobungs- und Umsetzungsphase wurde hauptsächlich an Hunden und Katzen durchgeführt, dauerte in etwas fünf Jahre und kann nun an interessierte Kollegen weitergegeben werden. Bereits 2013 publizierte Der Dozent einen Fachartikel in dem Fachmagazin
Tierheilpraktiker aktuell.

Kosten: 240 Euro
Wann: 19./20.10.2019
Wo: Lise Meitner-Str.1, 42219 Wuppertal
Zeiten: Samstag von 9 bis 16 Uhr, Sonntag von 9 bis 15 Uhr

Zur Anmeldung

Anmeldung bitte per Post an uns oder per Email mit PDF


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